Vorschnell gekündigt? So kannst Du die Kündigung zurückziehen! | cleverklagen
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Kündigung - Zurückziehen

Vorschnell gekündigt? So kannst Du die Kündigung zurückziehen!

Jeder hat sich schon einmal so richtig über seinen Job aufgeregt. Da kann man schon mal überstürzt handeln und eine Kündigung aussprechen. Doch was, wenn man die Entscheidung danach bereut? Ist es möglich, eine Kündigung zurückzuziehen? Und was ist, wenn der Chef seine Kündigung einfach wieder zurückziehen möchte? Alle Antworten findest Du in unserem Artikel?

Chef will Kündigung zurückziehen?

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1.

Kann eine Kündigung zurückgezogen werden?

Grundsätzlich ja. Allerdings kannst Du das nicht alleine entscheiden – Dein Chef muss die Rücknahme der Kündigung annehmen. Er muss zustimmen. Das ist eine freiwillige Entscheidung Deines Chefs. Wenn er keine Lust hat, hast Du leider Pech. Dann ist die Kündigung weiterhin gültig.


Wenn er einverstanden ist und die Rücknahme akzeptiert, dann behältst Du Deinen Job!

Aufgepasst!

Wenn Dein Chef kündigt, gilt dasselbe: Auch er kann versuchen, eine Kündigung zurückzunehmen. Du musst aber zustimmen. Dazu unten mehr.

2.

Wie ziehe ich meine Kündigung zurück?

Deine Kündigungsrücknahme muss nicht auf Papier erfolgen. Ein Gespräch mit Deinem Chef oder eine E-Mail können reichen. Allerdings solltest Du Dir den Empfang Deines Rückzuges der Kündigung auf jeden Fall schriftlich bestätigen lassen.


Es gibt folgende Möglichkeiten:

Das angenehmste Szenario: Einvernehmliche Einigung

Am einfachsten ist die Situation, wenn Du und Dein Chef der Meinung seid, dass das Ganze sowieso Quatsch war. Sprich am besten so schnell wie möglich mit Deinem Vorgesetzten über die Situation.


Ihr habt die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis durch einen sogenannten “Fortsetzungsvertrag” weiterzuführen. Du kannst Dich auch mit Deinem Chef auf eine “stillschweigende Verlängerung” Deines Arbeitsvertrages einigen. Dafür müsst ihr beide nichts tun. Wir empfehlen aber, dass Du Dir den Widerruf schriftlich bestätigen lässt.

Die Ausnahme: Kündigung anfechten

In Ausnahmesituationen hast Du die Möglichkeit, Deine eigene Kündigung anzufechten. Dafür gibt es zwei Begründungen: Du warst bei der Abgabe der Kündigung geistig oder emotional verwirrt, oder Du hast aufgrund einer falschen Einschätzung der Lage gekündigt. Das musst Du aber auch beweisen können. Daran scheitert die Anfechtung leider meistens – denn das Beweisen ist sehr schwierig.


Ein offenes und ehrliches Gespräch mit einer Entschuldigung kann häufig mehr bewirken und hat eine größere Erfolgschance!

Mündlich gekündigt?

Solltest Du im Eifer des Gefechts laut “Ich kündige!” gerufen, oder eine Nachricht auf Whatsapp getippt haben, ist die Kündigung rechtlich überhaupt nicht wirksam. Eine Kündigung muss immer auf Papier und unterschrieben bei Deinem Chef ankommen. Trotzdem solltest Du nach einer mündlichen Kündigung das Gespräch mit Deinem Chef suchen. Entschuldige Dich und sag ihm deutlich, dass Du die Kündigung zurückziehst.

3.

Wie lange kann ich meine Kündigung zurückziehen?

Du solltest Deine Kündigung so schnell wie möglich zurückziehen. Je länger der zeitliche Abstand ist, desto schwieriger ist es, Deinen Chef davon zu überzeugen, dass Du wieder eingestellt werden kannst. Er macht sich in der Zwischenzeit ja auch Gedanken über eure Beziehung. Eventuell lässt sich Dein Chef später nicht mehr auf eine Wiedereinstellung ein.

4.

Dein Chef will die Kündigung zurückziehen – was nun?

Für Deinen Chef gilt dasselbe wie für Dich: Einseitig zurückziehen geht nicht. Das heißt, die Rücknahme der Kündigung von Deinem Chef musst Du annehmen, damit sie gültig wird. Wenn Du nicht annimmst, dann ist die Kündigung gültig.

Kündigung zurückgezogen – und jetzt?

Dein Chef hat die Kündigung zurückgezogen, aber Du bist unsicher, wie es weitergeht? Unsere Partneranwälte analysieren Deinen Fall und geben Dir eine erste Einschätzung – ganz ohne Risiko. Die Beratung ist kostenfrei. Nutze jetzt unseren Self-Check und finde heraus, wie Deine Chancen stehen.

Fazit

Grundsätzlich ist klar: Man sollte sich eine Kündigung immer sehr gut überlegen. Aber manchmal denkt man auch, dass ein neuer Job komplett sicher ist, und dann fällt er doch durch. Oder die Umstände ändern sich so stark, dass es nun keinen Sinn mehr machen würde, woanders zu arbeiten. Suche im besten Fall ein offenes und ehrliches Gespräch mit Deinem Vorgesetzten.

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